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Hotspotwetter Nordalpen (Bodenseeraum bis Salzburg) Stand 22.01.12 Aussagekräftige
Links für den fliegenden „Wetter-Teletubbie“. „Viel Spaß haben und nicht runterfallen“ wünscht Volker Schwaniz!
Allgemeines Immer mehr Ferienregionen bieten eine Möglichkeit ihrer Freizeitmöglichkeiten für einen vergleichsweise geringen Pauschalbetrag ( für Übernachtungsgäste teils gratis) zu nutzen. Neben Familien sind auch Flieger die Nutznießer! Beispiel Schwangau/Tegelberg, wo man u.a. je 1x täglich die Buchenberg-Bahn und auch die Tegelbergbahn gratis nutzen darf. Hier eine Auswahl an Gebieten mit Rundum-Sorglos-Karten: Bregenzer Wald, Schwangau, Achensee, Fiss-Ladis-Serfaus, Zell am See ... .
Thermik
Im frühen Frühjahr, also noch
bevor der Bayrische Wind ins Spiel kommt,
sind die wenigen Südgebiete in der Nordalpenregion die ersten
nutzbaren
Thermikquellen des Jahres: Jöchelspitze/Lechtal,
Bezau/Bregenzerwald, Wank/Zugspitzregion, Wildkogel/Pinzgau gehen
schon ab Mitte/Ende März (je nach Schneelage) recht
gut. Von Mai bis Ende Aug. liegen diese Gebiete aber
ab Mittag regelmäßig im Lee des Bayrischen Windes und
bekommen dadurch Rückenwind
am Start!
Wer dann schon aufgedreht hat und seine Flughöhe deutlich
über den Grad/Gipfel hält, den stört das wenig. Und als
Streckenflieger kann man die hier (im Vergleich zu den Norbergen am
Nordalpenrand) die deutlich stärkere und höherreichende
Thermik (ca.500-1000mNN) nutzen. Tipp für Streckenjäger:
Leichte Südlagen (ohne Föhntendenz) oder "Nullwindlagen"
sollten gewählt werden. Nordlagen sind dagegen sehr ruppig/leeig,
da der Bayrische Wind dabei deutlich früher einsetzt, höher
reicht und auch stärker weht. . Revisionen beachten In der Zeit kurz nach Ostern bis ca. Mitte Mai stehen viele Bergbahnen still, da sie dann Revision (TÜV) machen. Also ggf. vorher über die Betriebszeiten informieren .
Der Punkt Südföhn ist das Problemthema in dieser Region! Meist etabliert sich die Föhnströmung inneralpin und auch oberhalb der Gipfel schon sehr deutlich, während die recht tief gelegenen Fluggebiete am Alpennordrand noch im Einfluss des Bayrischen Nordwindes liegen und sogar teils noch geflogen wird. Mit dem Bayrischen Wind ist die Gefahr einer Fehleinschätzung für Leute, die auf Strecke gehen wollen bei Südlagen gegeben, wenn man sich nur auf die Wetter/Windbeobachtung vor Ort verlässt. Es ist daher unbedingt erforderlich sich neben den Messwerten vor Ort auch über die Windsituation der relevanten Bergstationen zu informieren: Der Patscherkofel, der als wichtigster Föhnindikator (nur bei Südlagen)
Aussagekraft für den gesamten Nordalpenbereich hat. Für die
Fluggebiete, die direkt von Bayrischen Wind angeströmt sind
(Nordalpenrand) kann als grobe Faustregel gelten: Wehen am
Patscherkofel Böen von mehr als 50-60 Km/h, ist spätestens mit überörtlicher Föhngefahr
zu rechnen (in den föhnanfälligen Tälern und inneralpin grüßt der Föhn schon
früher als am Nordalpenrand)! . Ostwind am Nordalpenrand (Leitplankeneffekt) Bei Ostlagen ist am Nordalpenrand und Alpenvorland oft eine deutliche Windzunahme zu bemerken, da sich der Wind an den Alpen kanalisiert (Leitplankeneffekt) und somit besonders in den unteren Schichten recht stark wird. Die inneralpinen Gebiete bleiben von dem Problem meist ausgenommen und gut fliegbar. Wichtig: Die Gipfelstationen und die Startplätze liegen meist nicht im Einflussbereich dieses kanalisierten Windes. D.h. man kann morgens (vor Thermikbeginn) bei schwachem Bodenwind auf den Berg fahren, dort bis Mittag warten (Thermikbeginn und Windauffrischung) und findet sich dann unvermittelt in einer sehr starken und sehr turbulenten Ostwindströmung wieder. Den sehr kräftigen Ostwind zeigen folgende Messwerte u. Prognosen recht gut an: Hohenpeissenberg (30Km sö-lich München) Wendelstein (Region Chiemsee). . Windprognosen Windprognosen
1500m/850hPa:
Gültigkeitszeitpunkt: Siehe „Valid“
im Kartenkopf. Diese
Prognosen sind real bis auf mind. 2000mNN aussagekräftig. Als grobes Maß
kann man festhalten, dass die meisten Gebiete bei 10 Kt. (eine lange
„Fieder“) noch fliegbar sind, Südwind = Föhnlagen ausdrücklich
ausgenommen!! Windprognose 3000mNN: Gültigkeitszeitpunkt: Siehe „Valid“ im Kartenkopf. Diese Windprognosen ergänzen die 1500mNN-Windkarten an Tagen mit viel Höhenwind oberhalb ca. 2000m oder sehr hochreichender Thermik. Unbedingt beachten, nicht alle Föhnarten bilden sich auf den Windprognosen ausreichend stark ab –Stichwort seichter Föhn! Daher unbedingt immer Flugwetterberichte (z.B.DHV-Wetter) lesen . Reelle Vorhersage oder Science-Fiction? Obwohl die Modelle sehr weitreichende Prognosen anbieten, immer darauf achten, dass man nicht zu weit schauen will: Bis 3Tage sind die Prognosen recht sicher, bei Hochdruck-Randlagen und Übergangswetterlagen können aber teils deutliche zeitliche Abweichungen eintreten. Nur die Windvorhersagen haben schon ab 3 Tage eine erhöhte Unsicherheit, und eine genaue Überprüfung mittels der alkuellsten Karten ist am Flugtag Pflicht! Bis 5 Tage können die Prognosen die grobe Wetterlage recht sicher abbilden und tageszeitliche Einschätzungen (Front kommt am Tag XY erst nachmittags an) sind noch ableitbar. Über 5-7 Tagen, sind nur die wahrscheinliche Großwetterlage absehbar, Sprünge in der Prognose immer möglich. |